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[Geschichte] Protokoll von Geschichte 1. WK ausformuliert
Signed-off-by: Jim Martens <github@2martens.de>
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181
geschichte/sitzungsprotokoll-20170508-wk1.tex
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@ -0,0 +1,181 @@
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\newenvironment{myitemize}{\begin{itemize}\itemsep -9pt}{\end{itemize}} % Zeilenabstand in Aufzählungen geringer
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%switch starred and non-starred (auto-size)
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\makeatletter
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\begin{document}
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\author{Jim Martens (6420323)}
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\title{Vorlesung Osteuropa im 1. Weltkrieg}
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\subtitle{Vorlesungsprotokoll vom 8. Mai 2017}
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\date{8. Mai 2017}
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\maketitle
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\section*{Übersicht}
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Im Vorfeld des Ersten Weltkriegs lässt sich beobachten, dass bis auf
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Österreich-Ungarn alle Großmächte (Deutschland, Frankreich, Vereinigtes
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Königreich, Russland, Osmanisches Reich, Italien) Vielvölkerstaaten waren.
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Es lässt sich jedoch ebenfalls beobachten, dass in direktem Zusammenhang mit
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dem Ersten Weltkrieg eine nationale Identität heraufbeschworen wurde, die es
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so zu jener Zeit gar nicht gab. Vielmehr befinden sich alle Staaten in einem
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Nationalisierungsprozess, der vielerorts auch auf Widerstände traf und alles
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andere als abgeschlossen war.
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Für die Mobilisierung zu einem Krieg gegen andere Nationen war es allerdings
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notwendig zu begründen, warum dieser Krieg so wichtig sei. Dabei lässt sich eine
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charakteristische Komponente erkennen, die sich in allen Großmächten wiederfindet.
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Die Minderheiten in den anzugreifenden Staaten wurden für die eigenen Zwecke
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instrumentalisiert. Man trat an diese Gruppen zu "befreien" von dem Joch der
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Unterdrückung. Dies war auch die Legitimation für den Kriegseintritt. Um die
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Interessen dieser Minderheiten ging es dabei jedoch nicht. Interessanterweise waren
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Minderheiten immer zudem nur in den anderen Staaten unterdrückt - nie im eigenen.
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Diese Instrumentalisierung von Minderheiten wurde diesen nicht selten in ihrem
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eigenen Staat zum Verhängnis, da sie fortan als Verbündete der Gegner galten.
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\section*{Nationalismusvarianten}
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Zur damaligen Zeit gab es vier Nationalismusansätze. Der "demokratische"
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Nationalismus tolerierte andere Nationen neben der eigenen. Er beinhaltete auch
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einige Bedingungen:
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\begin{enumerate}
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\item Die Nation umfasst alle Bewohner des nationalen Territoriums; denn
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alle haben den gleichen Anspruch auf Menschen- und Bürgerrechte.
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\item Alle Mitglieder der Nation sind berechtigt und sollen befähigt sein, an
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deren politischer Kultur teilzuhaben und die Solidarität der Nation zu erfahren;
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dazu beizutragen, sind alle gleichermaßen verpflichtet.
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\item Eine Nation hat das Recht auf politische Selbstverwaltung innerhalb ihres
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Territoriums; das Prinzip der Volkssouveränität soll die Norm der Staaten sein.
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\item Alle Völker haben ein gleiches Recht auf Existenz, auf Nationsbildung und
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auf Selbstbestimmung innerhalb ihres Siedlungsgebiets.
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\end{enumerate}
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Diese Form des Nationalismus hat nur eine sehr beschränkte Rolle gespielt. So
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wurde er in den Balkankriegen und im Krieg von Italien gegen Österreich
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verwendet.
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Der "integrale" Nationalismus spielte vor dem Ersten Weltkrieg kaum eine Rolle
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gespielt. Er beschreibt "eine kämpferische [...] Sammlungsbewegung von rechts,
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die eine qualitativ andere Nation im Visier hatte". In dieser Nation ging es
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nicht mehr um Menschenrechte und Gleichberechtigung, sondern um ein elitär
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verstandenes Volkstum. Dieser Nationalismus fand seinen Auftrieb in den 1930er
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Jahren u.a. im Deutschen Reich in Form des Nationalsozialismus.
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Schließlich gab es noch den inklusiven bzw. exklusiven Nationalismus. Der Erstere
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schließt alle politischen und kulturellen Gruppen ein und entwickelt damit eine
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integrierende Wirkung. Der exklusive Nationalismus grenzt sich zu anderen Staaten
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und Nationen ab und überhöht die eigenen nationalen Elemente. Er verkleinert damit
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im Gegensatz zum inklusiven Nationalismus die eigene Gruppe.
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\section*{Unabhängigkeit Polens}
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Nach den Befreiungskriegen war Polen dreigeteilt und nicht mehr als unabhängiger
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Staat vorhanden. Russland, Preußen und Österreich-Ungarn kontrollierten je einen
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Teil des ehemals polnischen Gebiets. Entsprechend interessant ist es, dass
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ausgerechnet die polnische Unabhängigkeit in Verbindung mit dem Ersten Weltkrieg
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so eine Relevanz bekam. Es gab Bestrebungen von der österreichischen Seite und
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von der russischen.
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Die österreichische Bewegung verkauft den russischen Teil
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des polnischen Teilungsgebiets als unfrei. Es wird daher zum Befreiungskampf
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gegen die Russen aufgerufen. Dabei wird behauptet, dass Österreich für die
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polnische Sache kämpfe. Die österreichische Seite wird entsprechend als Land der
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Freiheit verkauft. Allerdings hat Österreich 1914 gar kein Interesse am Krieg
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mit Russland und eine Unabhängigkeit Polens will Österreich auch nicht.
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Die Kampagne hat wenig Erfolg.
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Die russische Kampagne erreicht eine höhere Verbreitung auch außerhalb des von
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Russland kontrollierten Gebiets. Sie wird auf Russisch und Polnisch veröffentlicht,
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obwohl polnische Veröffentlichungen eigentlich verboten waren. In dem Aufruf
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wird von einer "frohen Botschaft" gesprochen. Dieser Begriff wird eigentlich
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für das Evangelium verwendet. Es wird gefordert, dass sich der russisch-polnische
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Teil mit den anderen Teilen verbindet. Dieses zusammenhängende Polen soll allerdings
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nicht etwa wirklich unabhängig sein, sondern unter der Herrschaft des Zaren stehen.
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Damit ist die frohe Botschaft also die Kontrolle ganz Polens durch Russland.
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Nach der Eroberung soll es Freiheit und Selbstverwaltung geben. Russland hätte
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jedoch bereits seit Jahrzehnten die Möglichkeit gehabt dies in seinem Bereich
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umzusetzen. Tatsächlich erfolgte im russischen Bereich mehr Unterdrückung als
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im österreichischen Teil. Dies schien jedoch egal zu sein, denn bis zur Einnahme
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Warschaus durch die Mittelmächte herrschte dort eine pro-russische Stimmung.
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Dies kann auch als Beginn des integralen Nationalismus gesehen werden. So war
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der Zusammenhang der slawischen Völker wichtiger als die tatsächliche Unterdrückung.
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Es kommt sogar zur Gründung eines polnischen Nationalkommittees im russischen
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Bereich, welches sich für das Zarenreich ausspricht.
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Bei der wenig erfolgreichen österreichischen Bewegung kann jedoch davon ausgegangen
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werden, dass eine Trennung von Österreich nach der Einnahme des russischen Teils
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geplant war.
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\section*{Befreiung der Juden in Russland}
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Von der deutschen Seite gab es Bestrebungen zur "Befreiung" der Juden in Russland.
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Allerdings kommt diese Idee von den Zionisten in Deutschland und nicht von der
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Generalität oder dem Kaiser. Die Idee beinhaltet die Agitation der Juden in
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Russland gegen Russland. In den zu besetzenden Gebieten sei nur auf die Juden
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Verlass. Auch hier geht es um eine "frohe Botschaft". Für diese Kampagne wurde
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eine Zeitschrift auf Hebräisch und Jiddisch verfasst, welche insgesamt zwei
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Ausgaben erhielt. Es ist unklar, ob die Zeitschrift tatsächlich über russischem
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Gebiet abgeworfen wurde. Nach Kriegsbeginn kamen die Deutschen in Polen aber nicht
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sonderlich gut voran, sodass eine eventuelle Wirkung im russischen Teil verpuffte.
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Im deutschen Heer machte sich die Einstellung breit, die Juden würden sich nicht
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genügend für die Kriegszwecke der Deutschen einsetzen. Die antijüdischen Kräfte
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gewannen die Oberhand und es fand die sogenannte Judenzählung statt.
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Ein weiterer Effekt der Kampagne sollte ein besseres Verhältnis der Deutschen
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gegenüber den Juden sein. Dieser Effekt stellte sich jedoch nicht ein. Die ganze
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Aktion blieb dennoch nicht ohne Wirkung. Die Juden in Russland wurden von der
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Grenzregion ins Landesinnere deportiert.
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\end{document}
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