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title: "Bericht von Januarsitzung des G20-Sonderausschusses"
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date: 2017-12-26 10:00:00 +0200
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categories: politics G20
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parent_link: /politics/
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Am 24. Januar fand die Januarsitzung des G20-Sonderausschusses statt.
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Wie die Male zuvor ging es um 17 Uhr los. Die Sitzung steht retrospektiv ganz
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klar unter dem Motto "Not My Department".
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Für einen detaillierten Blick auf die Befragungen sei auf das Wortprotokoll
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verwiesen. Dieser Bericht schildert meine Eindrücke und beschränkt sich
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auf einige Kernelemente und Schlussfolgerungen meinerseits.
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Neues Jahr, neue Qualität. Ab sofort werden auch die Tagesordnungen der
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Sitzungen verlinkt, sodass detailliert die besprochenen Punkte und die geladenen
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Gäste nachvollzogen werden können.
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<a href="https://www.hamburgische-buergerschaft.de/contentblob/10233930/69e54ee9ed3a38a68bc48790cd1704c6/data/180124-dl.pdf" rel="nofollow">Tagesordnung</a>
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## Auskunftspersonen
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Es gab insgesamt fünf inhaltliche Punkte auf der Tagesordnung. Letztlich wurden
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allerdings nur die ersten zwei der fünf Punkte behandelt. Für die behandelten
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Punkte waren als Auskunftspersonen
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- Dr. Hans-Georg Maaßen, Bundesamt für Verfassungsschutz,
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- Wolfgang Lohmann, Inspekteur der Bereitschaftspolizei der Länder, Bundesministerium des Innern,
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- Heike Pooth, Bundeskriminalamt,
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- Thomas Przybyla, Bundespolizei und
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- Steffen Russ, Bundeskriminalamt
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geladen. Herr Maaßen erschien nicht, wurde jedoch vertreten durch
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Frau Dinchen Franziska Büddefeld, Abteilungsleiterin des Bundesamtes für
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Verfassungsschutz in Köln. Frau Pooth, Herr Przybyla und Herr Russ waren
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jeweils nicht als Behördenvertreter\*innen anwesend, sondern nur für ihren
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jeweiligen Aufgabenbereich. Im Vorfeld hatten sie offenkundig eine beschränkte
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Aussagegenehmigung erhalten, die, wie sich im weiteren Verlauf herausstellen
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sollte, kaum konkrete Infos umfasste.
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Herr Lohmann war als Inspekteur der Bereitschaftspolizei der Länder während
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G20 in Hamburg und hat beobachtet. Außerdem führte er aus, dass die
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Bereitschaftspolizeien im Bedarfsfall dem Bund unterstellt werden können. Daher
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ist es nötig, dass sie einheitlich einsetzbar sind. Die Grundlage dafür seien
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Verwaltungsabkommen des Bundes mit den Ländern. Generell und auch bei G20 liegt
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jedoch beim Bund keine Weisungskompetenz gegenüber der Bereitschaftspolizei.
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Frau Pooth kann über die Informationssammelstelle berichten, die temporär eingerichtet
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wurde, um einen nationalen und internationalen Austausch zu ermöglichen. Ihr Fokus
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seien politisch motivierte Täter\*innen gewesen.
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Herr Przybyla arbeitet bei der Bundespolizeidirektion Hannover. Während G20 war
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er der Bereichsleiter der besonderen Aufbauorganisation "Hanseat".
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Herr Russ war während G20 Polizeiführer der Aufbauorganisation "Hanse" des BKA.
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Die Aufgabe des BKA seien Personenschutz der Bundesregierung und ihrer Gäste sowie
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der Innenschutz der Aufenthaltsräume gewesen.
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## Verdeckte Ermittler\*innen
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Ein Themenblock beschäftigte sich mit sog. verdeckten Ermittler\*innen. Die
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Fragen kamen hier hauptsächlich/ausschließlich von Frau Schneider (LINKE).
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Es konnte nicht abschließend geklärt werden. Auf Seiten der deutschen Behörden
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wurden nach Kenntnis der Auskunftspersonen KEINE solchen Beamt\*innen eingesetzt.
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Außerdem habe es die Bitte gegeben, dass keine solchen Ermittler\*innen eingesetzt
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wurden. Anhand der Antworten war aber nicht eindeutig herauszuhören, ob auch
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keinerlei Ermittler\*innen aus dem Ausland kamen.
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Die Auskunftspersonen schienen keine Fälle zu kennen, allerdings hat meiner
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Erinnerung nach auch keine Person gesagt, dass definitiv keine verdeckten Ermittler\*innen
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aus dem Ausland in Hamburg eingesetzt wurden. Hinzu kommt, dass es womöglich
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ein Verständnisproblem war, denn nach der offiziellen Definition sind
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verdeckte Ermittler\*innen ausschließlich Polizeibeamt\*innen. Umgangssprachlich
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fallen darunter aber jegliche Ermittler\*innen staatlicher Stellen, die unter
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falscher Identität ermitteln.
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Frau Schneider hat auch ein konkretes Beispiel aus Italien erwähnt. Allerdings
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waren den Hamburger Behörden keine solchen Ermittler\*innen aus Italien bekannt,
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die während G20 in Hamburg gewesen seien.
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## Waren Geschehnisse in Hamburg neu?
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Der zweite Themenblock drehte sich um die Kernfrage, ob die Ereignisse in
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Hamburg während G20 aus fachlicher Perspektive neu waren.
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Über mehrere Fragen und Antworten hinweg ergibt sich das Bild, dass die in Hamburg
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angewandten Methoden den Behörden schon im Vorwege bekannt waren. Die Dimension
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dessen sei aber neu gewesen. Dabei wurde von Frau Büddelfeld betont, dass das Wort
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"Dimension" erst im Nachhinein für die Ereignisse gefunden wurde.
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## Erwartbarkeit der Geschehnisse in Hamburg
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An den vorigen Block schließt sich an, ob die Ereignisse in Hamburg erwartbar
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waren. Insbesondere wurde hier untersucht, ob es bspw. Warnungen an Hamburg
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gab, die von Hamburger Seite nicht berücksichtigt wurden. Allerdings konnte
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keine der Auskunftspersonen diese Frage beantworten. Denn sie waren in die
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Erstellung der Hamburger Konzepte nicht eingebunden, haben sich dafür nicht
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interessiert und können daher auch nicht sagen, ob einzelne Infos verwendet
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wurden oder nicht.
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Es wurde mehrfach betont, dass jede Abteilung einzelne Konzepte erstellt hat
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und über die jeweils anderen nicht Bescheid wusste. Mehrfach wurde betont,
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dass die Zusammenarbeit mit den Hamburger Behörden ausgezeichnet gewesen
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sei.
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Allerdings gab es wohl gemeinsame Lagebeurteilungen, aus denen dann jede Abteilung
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ihre eigenen Schlüsse zog.
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## Mobilisierung in Deutschland und im Ausland
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Ein weiterer Fokus der Befragungen war die Mobilisierung zu den Demos und Protesten
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in Hamburg. Dabei gab es einige Fragen zu der Rolle der Hamburger Akteur\*innen
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bei dieser Mobilisierung. Die Auskunftspersonen und auch der Senat wollten oder
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konnten nicht so wirklich diese Fragen beantworten. Ein Erkenntnisgewinn ist
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die Tatsache, dass Herr Blechschmidt an zwei externen Mobilisierungsveranstaltungen
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teilnahm.
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Dabei gab es noch eine amüsante Aufklärung durch die Hamburger Polizei. Demnach
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werden auf Mobilisierungsveranstaltungen keine konkreten
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Taten angekündigt, weswegen sich auch nicht im Vorwege sagen lasse, dass einzelne
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Personen gezielt zu Straftaten aufriefen. Außerdem würden keine einzelnen
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Flaschenwürfe geplant, sondern eine Gesamtsituation.
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Die Interventionistische Linke sei generell stark in die Mobilisierung im Ausland
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involviert gewesen. Dabei sei Militanz grundsätzlich akzeptiert gewesen. Anhand
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des internationalen Interesses an G20 habe es keine explizit von Hamburger
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Gruppen organisierte Mobilisierung geben müssen.
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Zudem habe es durchaus konkrete Erkenntnisse über einreisende Personen gegeben,
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aber nichts, was öffentlich im Ausschuss gesagt werden könne. Wann immer es Infos
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über eine bevorstehende Einreise gegeben habe, seien diese immer erst kurz vor knapp
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an die deutschen Behörden übermittelt worden.
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Über die beteiligten Personen/Organisationen bei Mobilisierungsveranstaltungen
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im Ausland konnten keine Angaben gemacht werden, da dies die sog. 3rd Party Rule
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verletze.
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## Zusammenarbeit Ausland, Bund und Länder
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Am meisten Infos gab es über die Austauschprozesse zwischen Ausland, Bund
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und den Ländern. Die hier besprochenen Infos sind aber weitestgehend uninteressant
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für die politische Bewertung von G20 in Hamburg.
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Auf Seiten des Verfassungsschutzes wurde im Mai 2016 mit einer Sonderauswertung
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begonnen. Die Leitung oblag dem BfV. Im April 2017 wurde dies zu einer lageorientierten
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Sonderorganisation aufgewertet. Ab da gab es häufigere Treffen. Das BfV hatte
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die Federführung, aber keine Weisung gegenüber den Landesämtern für Verfassungsschutz.
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Diese Sonderorganisation wurde bis wenige Tage nach G20 aufrecht erhalten.
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Seit dem 2. Juli habe es Lagezentren gegeben, die 24/7 besetzt waren.
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Herr Lohmann konnte nur wenig in diesem Bereich beitragen. Er habe bei dem Sammeln
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von Kräften, die von Hamburg angefordert wurden, unterstützt.
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Die Informationssammelstelle habe ihren Dienst im Januar 2016 aufgenommen. Die
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Bedarfe Hamburgs wurden frühzeitig in die Erkenntnisabfrage und den Austausch
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mit internationalen Partner\*innen und anderen Bundesländern einbezogen.
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Die Bundespolizei sei hauptsächlich für den Schutz der Bahnanlagen verantwortlich
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gewesen.
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Die Arbeitsstelle von Herrn Russ begann ihre Arbeit im Dezember 2016. Er wiederholte
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erneut die Zuständigkeit des BKA und die Grenzen dieser Zuständigkeit.
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Im Rahmen der Police Working Group on Terrorism (PWGT) wurden Informationen
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im Vorfeld des Gipfels ausgetauscht. Es sei aber keine Plattform, sondern ein
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informelles Netzwerk ohne Beschlusskompetenz. Laut Frau Pooth sei dieser Kanal
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ein guter Weg für Zusammenarbeit und wurde frühzeitig genutzt, um Bedarfe zu melden
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und Antworten zu bekommen. Sie konnte allerdings nicht auf konkrete über dieses
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Netzwerk gewonnene Erkenntnisse eingehen, da dies den Rahmen sprengen würde und
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nicht für die Öffentlichkeit geeignet sei.
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Beim Verfassungsschutz habe es Besprechungen gegeben. Diese seien aber als
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Verschlusssache eingestuft und könnten daher nicht im Ausschuss erwähnt werden.
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Auf mehrere Fragen, wie die Auskunftspersonen denn den Einsatz der Polizei Hamburg
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bewerteten, war die einheitliche Antwort, dass die Zusammenarbeit großartig gewesen
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sei und sich eine weitergehende Bewertung verbiete.
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## Nicht beantwortete Themenkomplexe
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Zu den Fragen, ob es einen Datenaustausch mit türkischen Sicherheitskräften gab,
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wollten die Auskunftspersonen keine Angaben machen. Auch zur Frage, ob die
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Bundesbehörden an einer Stelle den Austragungsort Hamburg aus fachlicher Sicht
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für ungeeignet hielten, wurden keine Angaben gemacht. Denn dies betreffe alleinig
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Bundesbehörden und die Aussagegenehmigung reiche dafür nicht. Alle haben verlautbart,
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dass sie die Entscheidung zur Kenntnis genommen hätten, aber nicht weiter
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über die Eignung nachgedacht hätten.
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## Fazit
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Abschließend möchte ich noch einige Worte loswerden. Diese Sitzung war echt
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langweilig. Die Vertreter\*innen der Bundesbehörden konnten die meisten Fragen
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mangels Aussagegenehmigung nicht beantworten. Außerdem haben sie sehr häufig
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argumentiert, dass ein Sachverhalt nicht ihre Abteilung betreffe. Auf diese
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Weise kann keine Aufklärung stattfinden.
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Es bleibt zu hoffen, dass die vielen unbeantworteten Fragen, die gerade für die
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politische Bewertung so wichtig sind, auf anderem Wege doch noch beantwortet
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werden. Ich habe versucht die Sitzung bestmöglich zu clustern und zusammenzufassen.
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Dabei können einige Dinge vergessen worden sein, ich bitte da um Nachsicht
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und verweise auf das Wortprotokoll.
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Ganz zum Schluss noch eine Bemerkung zu dem Abgeordeten Warnholz der CDU.
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Er hat wirklich den Vogel abgeschossen. Er hat an einer Stelle
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impliziert, dass die Jusos und die GRÜNE JUGEND eine extremistische Organisation
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seien. Zumindest wurden sie in einem Atemzug mit durchaus extremistischen Organisationen
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genannt. Sobald das Wortprotokoll verfügbar ist, wird der genaue Wortlaut
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nachgetragen.
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