[Posts] Bericht für 2. Sitzung des Sonderausschusses erstellt
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title: "Bericht von Novembersitzung des G20-Sonderausschusses"
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date: 2017-11-10 10:00:00 +0200
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categories: politics, G20
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Die Sitzung begann um 17 Uhr mit dem Eingangsstatement des Bürgermeisters Olaf
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Scholz. Ich bin jedoch erst gut eine Viertelstunde später angekommen und habe
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nur noch die letzten Sätze mitbekommen. Die Befragung des Bürgermeisters dauerte
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mitsamt einer kurzen Pause bis 21:30. Der Ausschuss hat insgesamt bis 22:30 getagt.
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Nach Ende der Befragung des Bürgermeisters bin ich jedoch gegangen, sodass ich
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zu dem nachfolgenden Themenkomplex Verkehr nichts berichten kann.
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Für einen detaillierten Blick auf die Befragungen sei auf das Wortprotokoll
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verwiesen. Dieser Bericht schildert meine Eindrücke und beschränkt sich
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auf einige Kernelemente und Schlussfolgerungen meinerseits.
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## Kurioses aus dem Ausschuss
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Dieser Abschnitt befasst sich noch nicht mit den eigentlichen inhaltlichen Punkten.
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Stattdessen geht es um das Verhalten der einzelnen Fraktionen. Die SPD agierte
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stets nicht als aufklärende Partei, sondern vielmehr als Verteidigungsbank
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für Scholz. Es gab eher Co-Referate mit der Bitte um Bestätigung von bereits
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bekannten Tatsachen. Tatsächlich kritische Fragen gab es nicht.
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Die CDU hat mit Abstand die meisten Fragen gestellt. Im Übrigen war Herr Trepoll
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die einzige Person, die ein wenig versuchte Herrn Scholz in die Breduille zu
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bringen. Alle anderen Parteien waren sehr zaghaft und die Fragen konnten den
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weichgespülten und aalglatten Scholz kaum fassen. Wann immer es um konkrete
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Angaben ging, flüchtete sich Scholz in Allgemeinplätze und Wiederholungen.
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## Austragungsort Hamburg
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### Entscheidung für Hamburg
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Bezüglich des Austragungsortes hat Scholz mehrfach versichert, dass er jederzeit
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auch "Nein" zur Austragung des G20 hätte sagen können. Ebenfalls äußerte er die
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Einschätzung, dass die Kanzlerin dies respektiert hätte. Dieses sei laut Scholz
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aufgrund einer negativen Einschätzung der Sicherheitslage selbst noch am 29. Mai
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2017 möglich gewesen.
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Erstmals wurde Scholz wenige Wochen vor dem Olympiareferendum Ende 2015 von der
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Kanzlerin über Hamburg als möglichen Austragungsort informiert. Dies erfolgte in
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einem nicht näher protokollierten Telefonat. Auf die Frage, ob Hamburg G20
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austragen könne, habe er überzeugt mit "Ja" geantwortet. Dabei äußerte er
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wiederholt die Wichtigkeit der Bündnistreue in Deutschland und dass er dies
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aus Pflichtgefühl getan habe.
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Diese Aussage impliziert auch, dass er für die Beantwortung der Frage der Kanzlerin
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es nicht für notwendig ansah die GRÜNEN im Senat zu konsultieren. Es habe lediglich
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eine vertrauliche Unterrichtung über das Telefonat mit der Kanzlerin gegenüber der 2.
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Bürgermeisterin Katharina Fegebank gegeben. Der Rest der GRÜNEN im Senat und auch
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in der Bürgerschaft haben über G20 erst aus der Presse erfahren.
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Auch nach der öffentlichen Bekanntgabe von Hamburg als Austragungsort und klaren
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Beschlüssen der GRÜNEN gegen Hamburg wurde die Antwort von Scholz nicht revidiert,
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obgleich dies laut seiner Aussage jederzeit möglich gewesen wäre.
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### Eignung des Ortes
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Die GRÜNEN fragten nur wenige Fragen in der 4,5 stündigen Befragung. In der
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zweiten Frage ging es darum, ob der Einfluss auf die Bevölkerung bei der
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Wahl des Austragungsortes eine Rolle gespielt habe. Auch der Ort der Messe
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relativ zur Innenstadt wurde behandelt.
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Darauf entgegnete Scholz, dass ein außerhalb der Stadt liegendes Messegelände
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nicht besser gewesen wäre. Dort hätten die Kolonnen jeden Tag von den Hotels
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in der Innenstadt zum Messegelände fahren müssen. Außerdem sei eine kleine
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Sicherheitszone eingerichtet worden, um die Beeinträchtigungen für die
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anliegenden Bewohner\*innen so klein wie möglich zu halten.
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## Kosten von G20
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Die (tatsächlichen) Kosten von G20 sind nicht Teil des Untersuchungsauftrages
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des Sonderausschusses. Gerade in Bezug mit einer Frage der Linksfraktion wurde
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dies überdeutlich herausgestellt. Allerdings wurden glücklicherweise Fragen
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zugelassen, die sich um die Kostenschätzungen im Vorfeld von G20 drehten.
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Es gab etliche Fragerunden und viele ausweichenden Antworten. Letztlich lässt
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sich all dies zusammendampfen auf die effektive Aussage von Scholz:
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Hamburg übernimmt alle Kosten von G20, koste es, was es wolle.
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Hinsichtlich der Schuldenbremse in der Hamburger
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Verfassung ist es aber fraglich, ob ein solcher finanzieller Blankoscheck überhaupt
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von der Politik ausgestellt werden kann. Schließlich könnten die Kosten auch so
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stark steigen, dass selbst bei völligem Aufbrauch von Rücklagen und Aussetzung
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von Tilgungen die Geldsumme ohne Neuverschuldung nicht begleichbar wäre.
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Die inhaltliche Begründung für den Blankoscheck ist dabei gar nicht so schlecht.
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Es wurde gesagt, dass die genauen Gefahrenlagen nicht im Vorherein bekannt wären
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und die Polizei alle möglichen Mittel nutzen solle. Das macht auch Sinn, denn es
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wäre bei einem Ausgabelimit schlecht begründbar gewesen, dass die Sicherheit
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gekürzt wurde, damit ein Budget eingehalten wird. Soweit, so nachvollziehbar.
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Schließlich ist dies aber nichts anderes als eine bedarfsgerechte Finanzierung.
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Warum ist diese trotz Schuldenbremse bei G20 möglich, im gesellschaftlich hoch
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relevanten Bildungssystem aber nicht? Einziger Grund kann der Charakter der Ausgaben
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sein. Die Kosten für G20 fallen einmalig an, die im Bildungssystem stetig.
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Um die Kosten für Hamburg zu reduzieren wurde mit dem Bund über eine
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Kostenbeteiligung verhandelt. Dort wurde sich an den Kosten früherer Gipfel
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in Deutschland orientiert und letztlich ein Volumen von 50 Mio. Euro vereinbart.
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## Sicherheit und ihre Garantie
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Viele Fragen drehten sich um die von Herrn Scholz im Vorfeld abgegebene
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Sicherheitsgarantie. Die Antworten waren meistens ausweichend. Letztlich
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gibt es in den Aussagen einen zumindest scheinbaren Hauptwiderspruch.
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### Vorbereitung des Einsatzes
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Die GRÜNEN haben sich nur wenig zu Wort gemeldet. Das erste Mal ging es um die
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strukturelle Vorbereitung des Einsatzes. Es wurde gefragt, ob mit dem heutigen
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Wissen eine andere Vorbereitung sinnig erscheint. Insbesondere wurde die Einbeziehung
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von Universitäten erwähnt.
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Scholz antwortete, wie so häufig, ausweichend und behauptete, dass die Vorbereitung
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exzellent verlief. Die Frage, insbesondere der Aspekt der Unis, wurde damit nicht
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beantwortet.
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### Vorhersehbarkeit der Ereignisse
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Auf der einen Seite behauptete Scholz mehrfach, dass die klügsten Köpfe der Polizei
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und weiterer Sicherheitsbehörden den Einsatz vorbereitet hätten. Dass alle
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denkbaren Szenarien durchbuchstabiert wurden und die Polizei auf alles Denkbare
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vorbereitet gewesen sei. Gleichzeitig äußert Scholz aber auch, dass die Ereignisse
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am Freitag in Hamburg mit den vielen dezentral operierenden Gruppen wie auf der
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Elbchaussee nicht vorhersehbar gewesen seien.
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Diese Aussagen sind nur solange widerspruchsfrei, wie man der Auffassung von Herrn
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Scholz folgt. Die CDU hat mehrfach aus Berichten zitiert, in denen anhand
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der Wortwahl genau die Taktiken erwartet wurden, die letztlich in Hamburg
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auch angewandt worden sind. Daraus ließe sich der Schluss ableiten, dass
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die Polizei von diesen Taktiken wusste, dieses Wissen aber nicht ausreichend
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zur Anwendung brachte. Scholz entgegnete dieser Auffassung der CDU, dass die
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Textpassagen ganz anders zu verstehen seien und es letztlich implizit um
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im linken Spektrum vermittelbare Ziele wie Banken ging. Beispielsweise das
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beliebige Anzünden von Gebrauchtwagen sei damit nicht gemeint. Diese Differenz
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in der Auslegung hielt über die Dauer der Befragung an.
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Bei diesem Aspekt wird aber deutlich, dass der Fokus zumindest von Herrn Scholz
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ausschließlich auf Linksextremen lag. Dabei wäre es doch naheliegend gewesen,
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basierend auf früheren Erfahrungen mit rechter Durchwanderung, dass rechte
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Kräfte diese Gelegenheit nutzen würden, um die Linken in Misskredit zu bringen.
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Ebenfalls hätte man basierend auf den Erfahrungen aus etlichen Fußballspielen
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zur Erkenntnis kommen können, dass es sehr wohl gewaltaffine Menschen gibt, die
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gerne auch mal politisch nicht begründbare Ziele angreifen. Wie die besten und
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klügsten Köpfe der Polizei aus ganz Deutschland nicht darauf kommen können,
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dass der G20-Gipfel zum Anziehungspunkt einer ganzen Menge von gewaltaffinen
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Menschen nicht nur aus dem linken Spektrum werden kann, bleibt schleierhaft.
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Vielleicht wurden andere Gefahren für das Stadtgebiet insgesamt untersucht. Sie
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fanden allerdings keinerlei Erwähnung bei der Befragung. Schließlich ist die
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Verteidigungslinie von Herrn Scholz, dass man die linke Szene kannte und davon
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ausging, dass dezentral Banken und Co angegriffen würden. Darauf sei man auch
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vorbereitet gewesen. Es sei aber nicht vorhersehbar gewesen, dass beliebige Ziele
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angegriffen werden könnten. Die Verteidigungslinie kann nur halten, wenn zu keinem
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Zeitpunkt von nicht-linker Gewalt außerhalb des Terrorbereiches ausgegangen wurde.
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Das wäre aber ein starkes Versäumnis in der Vorbereitung und ein klarer Fehler
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gewesen, den Scholz zumindest gestern hätte eingestehen können.
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### Sicherheitsgarantie-Äußerung
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Der zweite Teil der Fragen über die Sicherheitsgarantie bezog sich darauf,
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wie Scholz denn zu der Annahme gekommen sei, eine Sicherheitsgarantie aussprechen
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zu können. Darauf antwortete Scholz effektiv damit, dass er von dem Einhalten
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der Sicherheit überzeugt war. Ehrlich gesagt ist dieser Aspekt aber auch nicht
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der kritische. Hätte Scholz es politisch überlebt, wenn er im Vorfeld gesagt
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hätte "Sorry Leute, aber wir können die Sicherheit für die Bevölkerung nicht
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garantieren"? Sicherlich nicht.
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### Priorität Staatsgäste
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Bei der Priorität der Staatsgäste kam Scholz in sichtlich schweres Fahrwasser.
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Auf der einen Seite eine politisch sicherlich nicht genehme Verteidigung durch
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die AfD, welche es für selbstverständlich hält die Staatsgäste primär zu schützen.
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Auf der anderen Seite die Beteuerung von Scholz, dass alle gleichermaßen
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zu schützen seien. Die unterschiedliche Interpretation wurde damit begründet,
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dass der Rahmenbefehl ein polizeiliches Dokument sei, welches nicht zur
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Interpretation durch Nicht-Polizist*innen ausgelegt sei.
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Doch diese formalistische
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Argumentation trägt nicht. Es ist sicherlich verständlich, dass es mehrere
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taktische Ziele gab. Die höchste Priorität für den Schutz der Staatsgäste zu vergeben,
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ist aber nicht verwunderlich, sondern einzig konsequent. Der Tod eines Staatsgastes
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kann schwere politische Querelen, wenn nicht gar Weltkriege nach sich ziehen.
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Der Tod "normaler" Bürger\*innen hingegen ist zwar politisches Versagen im Austragungsort,
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hat aber weltpolitisch in der Regel kaum Auswirkungen. Nur lässt sich diese
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Tatsache schwer politisch verkaufen. Also wird sich eine fadenscheinige Begründung
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ausgedacht, weswegen die höchste Priorität für den Schutz der Staatsgäste genau
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das nicht meint.
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### Fazit
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Kurzum: Bei der Sicherheitsgarantie hat Scholz keine wirklich gute und stringente
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Verteidigung parat. Die Kritik an dem Ausspruch der Sicherheitsgarantie selber
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ist jedoch politisch genehm, hat aber mit einer substantiellen Kritik oder
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Aufklärung nichts zu tun.
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## Ausblick
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Die nächste Sitzung ist kurz vor Weihnachten am 21. Dezember. Auf der Sitzung
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im Februar soll es dann um die einzelnen Tage während G20 gehen. Dementsprechend
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habe ich die Fragen bezüglich dieser Tage nicht in den Bericht aufgenommen.
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Als Gesamtfazit muss ich sagen, dass die 4,5 Stunden keinen spürbaren Erkenntnisgewinn
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gebracht haben. Wenn eine Frage drohte gefährlich zu werden, dann wurde bspw.
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eine andere Auslegung des Textes bemüht.
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Schönen Tag noch und bis zum nächsten Mal.
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Reference in New Issue
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