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\begin{document}
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\author{Jim Martens (6420323)}
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\title{Vorlesung Spätantike}
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\subtitle{Vorlesungsprotokoll vom 09. November 2017}
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\date{09. November 2017}
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\maketitle
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\section*{Julian}
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Julian wird 331 in Konstantinopel als Flavius Claudius Julianus geboren.
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Als 6-Jähriger wurde er auf ein Landgut verbracht und dort unter Hausarrest
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gestellt. Während des Hausarrests hatte er griechische Lehrer und ist somit
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nicht nur mit Griechisch aufgewachsen, sondern wurde auch ein großer Fan der
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alten Griechen. Julian betrieb intensive Studien über Nauplatoniker, Bibel und
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das Judentum. Im Jahr 351 wurde der Bruder von Julian zum Caesar im Osten.
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Dies bedeutete mehr Bewegungsfreiheit für Julian. Diese wurde von Julian für
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ein vierjähriges Rhetorikstudium genutzt. Er wurde auch in Athen in die Mythologie
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eingeweiht und hatte Kontakt mit Basilius dem Großen.
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Im Jahre 355 wurde Julian Caesar für Gallien und bekam einen Heermeister zur
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Seite gestellt. Die Franken hatten Köln eingenommen. Insgesamt waren 40 Städte
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gefallen. Julian erobert Köln zurück und bezwingt die Allemannen und Saalfranken.
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Die Franken werden nach Toxandrien zurückgedrängt, das heutige Belgien. Ebenso
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wird die Schiffsverbindung zwischen Britannien und dem Rhein wieder gesichert
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und die zerstörten Städte werden wieder aufgebaut. Julian geht auch gegen die
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Korruption vor. Durch diese Maßnahmen gelingt ihm eine musterhafte Verwaltung von
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Gallien.
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Constantius fordert Truppen für den Osten an. Doch Julian schickt nur einen Teil
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der Truppen. Denn ein gewichtiger Teil der gallischen Truppen besteht aus Föderaten,
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so genannten Wehrbauern, die lokal gebunden sind und nicht nach Persien möchten.
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Von seinen Truppen wird Julian im Jahr 360 zum Augustus ernannt. Um einem Bürgerkrieg
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aus dem Weg zu gehen, bittet er Constantius diplomatisch um den Verzicht auf
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Truppen. Dieser Verzicht wird verweigert. Es droht ein Bürgerkrieg. Kurz darauf
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stirbt jedoch Constantius und benennt kurz vor seinem Tod Julian als seinen
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Nachfolger. Die Machtübergabe erfolgt problemlos und Julian wird von allen
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Stellen anerkannt.
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Als Zeichen der Versöhnung wird der Vetter von Constantius konsekriert. Ansonsten
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beginnt Julian umgehend damit seine Reformvorhaben umzusetzen. Der Hof wird
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verkleinert, eine traditionsreiche Polizeitruppe wird aufgelöst und Julian gibt
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sich als Bürgerkaiser - als Primus inter pares. Er möchte nach Leistung befördern,
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senkt Steuern, füllt die Stadträte wieder auf und gibt Tempelland an die Städte
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zurück. Den Städten werden die Schulden bzw. ein Teil dieser erlassen. Konstantinopel
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wird ausgebaut und eine große Bibliothek angelegt.
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Religiös wendet sich Julian dem alten Glauben zu. Er lässt sich einen Philosophen-Bart
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wachsen, erlaubt 361 wieder die Verehrung der alten Götter und besetzt alte Priesterstellen
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erneut. Er gibt die Güter den Tempeln zurück, die vorher von den Christen entwendet
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wurden. Die Privilegien des Klerus werden abgeschafft. Insbesondere haben Bischöfe
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keine Rechte im staatlichen Gerichtswesen mehr. Das Ziel ist die Schwächung
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der Amtskirche und eine Zersplitterung der Kirche. Nichtsdestotrotz ist Julian
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tolerant gegenüber Christen und verfolgt diese nicht. Er schützt sogar die bisher
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unterdrückten christlichen Sonderkirchen. Diese Toleranz wird aber nicht von allen
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Heiden geteilt. Es werden teils grausame Racheakte begangen.
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Im Jahr 362 erlässt Julian das umstrittene Rhetorenedikt. Es verlangt, dass Lehrer
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nicht nur eine gute Lehrqualität, sondern auch charakterliche Integrität haben
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müssen.
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Julian erklärt sich die Missionserfolge der Christen mit dem sozialen
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Versagen der Heiden. Für ihn sind die Götter die Naturkräfte. Die Naturwissenschaften
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lehnt er indes ab, da diese ihm zu viel erklären. Er verehrt auch den Sonnengott.
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Die übrigen Götter sind für ihn Ausflüsse des Sonnengottes. Julian sieht wenig
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Unterschied zwischen Neuplatonikern und den Christen. Er liebt die neuplatonische
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Theologie und unterscheidet nicht zwischen Philosophie und Theologie. Beides führt
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für ihn zu einem moralisch integrem Leben. Das höchste Fest ist für ihn das
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Weihnachtsfest.
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Im Jahr 362 bricht Julian nach Persien auf, um das zu beenden, was Constantius
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nicht mehr schaffte. In Folge der Kämpfe erleidet er jedoch Verletzungen, die
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letztlich 363 tödlich enden. Er wird in Tarsus beigesetzt. Die Heiden waren tief
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bestürzt und Julian wird vom Senat umgehend konsekriert. Seine Schriftwerke werden
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gesammelt. Aufgrund seiner starken literarischen Tätigkeit ist er eine der
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interessantesten Gestalten der Spätantike. Er wurde auch zum Beginn der Faustgestalt
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und war später Liebling der Aufklärer.
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Die neuere Forschung bewertet ihn als Mensch sehr gut. Seine Politik als
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Kaiser im Hinblick auf die Religiösität wird aber als aussichtslos beurteilt.
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\section*{Valens und Valentinian}
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Nach dem Tode Julians wird für kurze Zeit Jovian Kaiser. Er vereinbart einen
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30-jährigen Frieden mit den Persern und tritt dafür Nordmesopotamien mit 15
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Festungen und Armenien an die Perser ab. Er erneuerte sofort die Rechte der
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Christen und kehrte Julians Politik weitgehend um. Jovian stirbt 364.
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Valentinian und Valens werden zu Augusti ernannt. Valentinian verwaltet dabei
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den Westen und Valens den Osten. Die Stadt Naissus repräsentierte dabei die
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Grenze der Reichshälften. Alle offiziellen Gesetze wurden im Namen beider
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Kaiser ausgestellt. Valentinian regierte von Mailand aus, Valens in Konstantinopel.
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Im Jahr 366 gab es einen verlustreichen Sieg der Römer gegen die Allemannen.
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Valentinian unternimmt einen Rachefeldzug gegen die Allemannen und schließt
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diesen mit einem Frieden ab. Ebenso wird ein Pakt mit Burgund geschlossen.
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Die Franken und Sachsen bleiben hingegen ein Problem. Die Pikten, Sachsen und
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weitere greifen in Britannien von Norden an. In Folge wird der Hadrianswall
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noch einmal ausgebaut und eine neue Provinz eingerichtet.
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Es gibt Zaubereiprozesse gegen Senatoren in Rom. Valentinian hat die Stadt
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Rom jedoch nie betreten. Die Heermeister werden befördert und den Prätorianerpräfekten
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gleichgestellt. Valentinian geht gegen die Korruption vor. Den Tempeln werden
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wieder die Tempelgüter weggenommen. Schließlich stirbt Valentinian an einem
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Wutanfall.
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Valens befestigt die Donaugrenze und schickt Truppen zur Donau. Diese rufen
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einen Gegenkaiser aus, der aber schnell besiegt werden kann. Die Goten wurden
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vom Gegenkaiser zu Hilfe gerufen, können aber zurückgeschlagen werden. Valens
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unternimmt einen Gegenschlag und überschreitet die Donau. Die Goten spalten sich.
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Wulfius wird als Bischof zu den Goten geschickt.
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Die Situation der Heiden ist unter Valens relativ gut. Er schließt einen Frieden
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mit den Katholiken. Es gibt jedoch eine Menge an Majestätsprozessen. Askese wird
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erstmals als Lifestyle gefeiert und das Mönchsleben erstarkt.
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Die Goten waren seit dem 3. Jahrhundert am Schwarzen Meer. Die Hunnen greifen
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die Ostgoten an. Diese werden Untertanen der Hunnen. Westgoten erleiden eine große
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Niederlage. Ein großer Teil geht an die Donau und bittet um Aufnahme ins Reich.
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Gotische Boten kommen zu Valens. Dieser ordnet eine Aufnahme der Westgoten an.
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Die Ostgoten schließen sich jedoch an. Es kommt zu Versorgungsproblemen an der
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Donau. Den Goten wird daraufhin der Zugang zum Markt verweigert. Die Folge
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ist ein schicksalsträchtiger Krieg an dessem Ende die gesamte Ostarmee aufgerieben
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sein wird.
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\end{document}
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