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SemFrieden: Hinweis auf Martens'sche Klausel ergänzt

Signed-off-by: Jim Martens <github@2martens.de>
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2015-01-18 12:37:05 +01:00
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commit a7aa206dee

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@ -163,7 +163,7 @@ Der Vorsitzende Martens verkündet, dass der Artikel sowie alle dazu geäußerte
Anhand dieser hier auf das Wesentliche reduzierten Diskussion wird das bereits angesprochene Spannungsverhältnis deutlich. Auf der einen Seite stehen die kleinen Staaten, die häufig auf die eigene Bevölkerung angewiesen sind und auf der anderen Seite die Großmächte, die über große Heere verfügen. Doch darüber hinaus gibt es ein weiteres Spannungsverhältnis zwischen den nationalen Einzelinteressen und dem Willen der Delegierten eine gemeinsame Lösung zu finden. Insbesondere das zweite Verhältnis wird an dieser Diskussion sehr deutlich. Obwohl der deutsche Delegierte große Bedenken sogar gegenüber Artikel 10 hat, schweigt er dazu, damit eine Lösung gefunden werden kann. In der gleichen Weise ist auch das Zurückziehen der schweizerischen Änderungsanträge zu verstehen.
Dieser Wille zur Einigung insbesondere in dieser Unterkommission ist unter anderem mit dem Scheitern der Brüsseler Deklaration zu begründen. Die Delegierten wollen durch möglichst einstimmige Abstimmungen der erarbeiteten Ordnung größtmögliches Gewicht beimessen. Die Intention aller Anwesenden war demnach klar darauf ausgerichtet zu einer konsensfähigen Einigung zu kommen. Doch es wird in anderen Sitzungen der gleichen Unterkommission ebenso deutlich, dass von den Delegierten nicht immer auf ihre Regierungen geschlossen werden kann. Dies wird später in der Analyse gerade im Hinblick auf den ersten Weltkrieg von Interesse sein.
Dieser Wille zur Einigung insbesondere in dieser Unterkommission ist unter anderem mit dem Scheitern der Brüsseler Deklaration zu begründen. Die Delegierten wollen durch möglichst einstimmige Abstimmungen der erarbeiteten Ordnung größtmögliches Gewicht beimessen. Die Intention aller Anwesenden war demnach klar darauf ausgerichtet zu einer konsensfähigen Einigung zu kommen. Doch es wird in anderen Sitzungen der gleichen Unterkommission ebenso deutlich, dass von den Delegierten nicht immer auf ihre Regierungen geschlossen werden kann. Dies wird später in der Analyse gerade im Hinblick auf den ersten Weltkrieg von Interesse sein. Auch die Bedeutung der Martens'schen Klausel zeigt sich in dieser Diskussion. Ohne diese Deklaration hätte es womöglich keine Einigung gegeben.
\section{Zweite Friedenskonferenz}
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