From 9dab8c434ac743600d8167d12172abf704b1c484 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Jim Martens Date: Mon, 13 Nov 2017 15:07:15 +0100 Subject: [PATCH] [Geschichte] Protokoll vom 9.11.17 ausformuliert Signed-off-by: Jim Martens --- geschichte/sitzungsprotokoll-20171109-rom.tex | 184 ++++++++++++++++++ 1 file changed, 184 insertions(+) create mode 100644 geschichte/sitzungsprotokoll-20171109-rom.tex diff --git a/geschichte/sitzungsprotokoll-20171109-rom.tex b/geschichte/sitzungsprotokoll-20171109-rom.tex new file mode 100644 index 0000000..a0e57ed --- /dev/null +++ b/geschichte/sitzungsprotokoll-20171109-rom.tex @@ -0,0 +1,184 @@ +\documentclass[10pt,a4paper,oneside,ngerman,numbers=noenddot]{scrartcl} +\usepackage[T1]{fontenc} +\usepackage[utf8]{inputenc} +\usepackage[ngerman]{babel} +\usepackage{amsmath} +\usepackage{amsfonts} +\usepackage{amssymb} +\usepackage{bytefield} +\usepackage{paralist} +\usepackage{gauss} +\usepackage{pgfplots} +\usepackage{textcomp} +\usepackage[locale=DE,exponent-product=\cdot,detect-all]{siunitx} +\usepackage{tikz} +\usepackage{algpseudocode} +\usepackage{algorithm} +\usepackage{mathtools} +\usepackage{hyperref} +\usepackage[german=quotes]{csquotes} +%\usepackage{algorithmic} +%\usepackage{minted} +\usetikzlibrary{automata,matrix,fadings,calc,positioning,decorations.pathreplacing,arrows,decorations.markings} +\usepackage{polynom} +\polyset{style=C, div=:,vars=x} +\pgfplotsset{compat=1.8} +\pagenumbering{arabic} +%\def\thesection{\arabic{section})} +%\def\thesubsection{(\alph{subsection})} +%\def\thesubsubsection{(\roman{subsubsection})} +\makeatletter +\renewcommand*\env@matrix[1][*\c@MaxMatrixCols c]{% + \hskip -\arraycolsep + \let\@ifnextchar\new@ifnextchar + \array{#1}} +\makeatother +\parskip 12pt plus 1pt minus 1pt +\parindent 0pt + +\DeclarePairedDelimiter\abs{\lvert}{\rvert}% +\DeclarePairedDelimiter{\ceil}{\lceil}{\rceil} + +\newenvironment{myitemize}{\begin{itemize}\itemsep -9pt}{\end{itemize}} % Zeilenabstand in Aufzählungen geringer + +%switch starred and non-starred (auto-size) +\makeatletter +\let\oldabs\abs +\def\abs{\@ifstar{\oldabs}{\oldabs*}} +\makeatother + +\hypersetup{ + colorlinks, + citecolor=black, + filecolor=black, + linkcolor=black, + urlcolor=black +} + +\MakeOuterQuote{"} + +\begin{document} +\author{Jim Martens (6420323)} +\title{Vorlesung Spätantike} +\subtitle{Vorlesungsprotokoll vom 09. November 2017} +\date{09. November 2017} +\maketitle + +\section*{Julian} + +Julian wird 331 in Konstantinopel als Flavius Claudius Julianus geboren. +Als 6-Jähriger wurde er auf ein Landgut verbracht und dort unter Hausarrest +gestellt. Während des Hausarrests hatte er griechische Lehrer und ist somit +nicht nur mit Griechisch aufgewachsen, sondern wurde auch ein großer Fan der +alten Griechen. Julian betrieb intensive Studien über Nauplatoniker, Bibel und +das Judentum. Im Jahr 351 wurde der Bruder von Julian zum Caesar im Osten. +Dies bedeutete mehr Bewegungsfreiheit für Julian. Diese wurde von Julian für +ein vierjähriges Rhetorikstudium genutzt. Er wurde auch in Athen in die Mythologie +eingeweiht und hatte Kontakt mit Basilius dem Großen. + +Im Jahre 355 wurde Julian Caesar für Gallien und bekam einen Heermeister zur +Seite gestellt. Die Franken hatten Köln eingenommen. Insgesamt waren 40 Städte +gefallen. Julian erobert Köln zurück und bezwingt die Allemannen und Saalfranken. +Die Franken werden nach Toxandrien zurückgedrängt, das heutige Belgien. Ebenso +wird die Schiffsverbindung zwischen Britannien und dem Rhein wieder gesichert +und die zerstörten Städte werden wieder aufgebaut. Julian geht auch gegen die +Korruption vor. Durch diese Maßnahmen gelingt ihm eine musterhafte Verwaltung von +Gallien. + +Constantius fordert Truppen für den Osten an. Doch Julian schickt nur einen Teil +der Truppen. Denn ein gewichtiger Teil der gallischen Truppen besteht aus Föderaten, +so genannten Wehrbauern, die lokal gebunden sind und nicht nach Persien möchten. +Von seinen Truppen wird Julian im Jahr 360 zum Augustus ernannt. Um einem Bürgerkrieg +aus dem Weg zu gehen, bittet er Constantius diplomatisch um den Verzicht auf +Truppen. Dieser Verzicht wird verweigert. Es droht ein Bürgerkrieg. Kurz darauf +stirbt jedoch Constantius und benennt kurz vor seinem Tod Julian als seinen +Nachfolger. Die Machtübergabe erfolgt problemlos und Julian wird von allen +Stellen anerkannt. + +Als Zeichen der Versöhnung wird der Vetter von Constantius konsekriert. Ansonsten +beginnt Julian umgehend damit seine Reformvorhaben umzusetzen. Der Hof wird +verkleinert, eine traditionsreiche Polizeitruppe wird aufgelöst und Julian gibt +sich als Bürgerkaiser - als Primus inter pares. Er möchte nach Leistung befördern, +senkt Steuern, füllt die Stadträte wieder auf und gibt Tempelland an die Städte +zurück. Den Städten werden die Schulden bzw. ein Teil dieser erlassen. Konstantinopel +wird ausgebaut und eine große Bibliothek angelegt. + +Religiös wendet sich Julian dem alten Glauben zu. Er lässt sich einen Philosophen-Bart +wachsen, erlaubt 361 wieder die Verehrung der alten Götter und besetzt alte Priesterstellen +erneut. Er gibt die Güter den Tempeln zurück, die vorher von den Christen entwendet +wurden. Die Privilegien des Klerus werden abgeschafft. Insbesondere haben Bischöfe +keine Rechte im staatlichen Gerichtswesen mehr. Das Ziel ist die Schwächung +der Amtskirche und eine Zersplitterung der Kirche. Nichtsdestotrotz ist Julian +tolerant gegenüber Christen und verfolgt diese nicht. Er schützt sogar die bisher +unterdrückten christlichen Sonderkirchen. Diese Toleranz wird aber nicht von allen +Heiden geteilt. Es werden teils grausame Racheakte begangen. +Im Jahr 362 erlässt Julian das umstrittene Rhetorenedikt. Es verlangt, dass Lehrer +nicht nur eine gute Lehrqualität, sondern auch charakterliche Integrität haben +müssen. + +Julian erklärt sich die Missionserfolge der Christen mit dem sozialen +Versagen der Heiden. Für ihn sind die Götter die Naturkräfte. Die Naturwissenschaften +lehnt er indes ab, da diese ihm zu viel erklären. Er verehrt auch den Sonnengott. +Die übrigen Götter sind für ihn Ausflüsse des Sonnengottes. Julian sieht wenig +Unterschied zwischen Neuplatonikern und den Christen. Er liebt die neuplatonische +Theologie und unterscheidet nicht zwischen Philosophie und Theologie. Beides führt +für ihn zu einem moralisch integrem Leben. Das höchste Fest ist für ihn das +Weihnachtsfest. + +Im Jahr 362 bricht Julian nach Persien auf, um das zu beenden, was Constantius +nicht mehr schaffte. In Folge der Kämpfe erleidet er jedoch Verletzungen, die +letztlich 363 tödlich enden. Er wird in Tarsus beigesetzt. Die Heiden waren tief +bestürzt und Julian wird vom Senat umgehend konsekriert. Seine Schriftwerke werden +gesammelt. Aufgrund seiner starken literarischen Tätigkeit ist er eine der +interessantesten Gestalten der Spätantike. Er wurde auch zum Beginn der Faustgestalt +und war später Liebling der Aufklärer. + +Die neuere Forschung bewertet ihn als Mensch sehr gut. Seine Politik als +Kaiser im Hinblick auf die Religiösität wird aber als aussichtslos beurteilt. + +\section*{Valens und Valentinian} + +Nach dem Tode Julians wird für kurze Zeit Jovian Kaiser. Er vereinbart einen +30-jährigen Frieden mit den Persern und tritt dafür Nordmesopotamien mit 15 +Festungen und Armenien an die Perser ab. Er erneuerte sofort die Rechte der +Christen und kehrte Julians Politik weitgehend um. Jovian stirbt 364. + +Valentinian und Valens werden zu Augusti ernannt. Valentinian verwaltet dabei +den Westen und Valens den Osten. Die Stadt Naissus repräsentierte dabei die +Grenze der Reichshälften. Alle offiziellen Gesetze wurden im Namen beider +Kaiser ausgestellt. Valentinian regierte von Mailand aus, Valens in Konstantinopel. + +Im Jahr 366 gab es einen verlustreichen Sieg der Römer gegen die Allemannen. +Valentinian unternimmt einen Rachefeldzug gegen die Allemannen und schließt +diesen mit einem Frieden ab. Ebenso wird ein Pakt mit Burgund geschlossen. +Die Franken und Sachsen bleiben hingegen ein Problem. Die Pikten, Sachsen und +weitere greifen in Britannien von Norden an. In Folge wird der Hadrianswall +noch einmal ausgebaut und eine neue Provinz eingerichtet. + +Es gibt Zaubereiprozesse gegen Senatoren in Rom. Valentinian hat die Stadt +Rom jedoch nie betreten. Die Heermeister werden befördert und den Prätorianerpräfekten +gleichgestellt. Valentinian geht gegen die Korruption vor. Den Tempeln werden +wieder die Tempelgüter weggenommen. Schließlich stirbt Valentinian an einem +Wutanfall. + +Valens befestigt die Donaugrenze und schickt Truppen zur Donau. Diese rufen +einen Gegenkaiser aus, der aber schnell besiegt werden kann. Die Goten wurden +vom Gegenkaiser zu Hilfe gerufen, können aber zurückgeschlagen werden. Valens +unternimmt einen Gegenschlag und überschreitet die Donau. Die Goten spalten sich. +Wulfius wird als Bischof zu den Goten geschickt. + +Die Situation der Heiden ist unter Valens relativ gut. Er schließt einen Frieden +mit den Katholiken. Es gibt jedoch eine Menge an Majestätsprozessen. Askese wird +erstmals als Lifestyle gefeiert und das Mönchsleben erstarkt. + +Die Goten waren seit dem 3. Jahrhundert am Schwarzen Meer. Die Hunnen greifen +die Ostgoten an. Diese werden Untertanen der Hunnen. Westgoten erleiden eine große +Niederlage. Ein großer Teil geht an die Donau und bittet um Aufnahme ins Reich. +Gotische Boten kommen zu Valens. Dieser ordnet eine Aufnahme der Westgoten an. +Die Ostgoten schließen sich jedoch an. Es kommt zu Versorgungsproblemen an der +Donau. Den Goten wird daraufhin der Zugang zum Markt verweigert. Die Folge +ist ein schicksalsträchtiger Krieg an dessem Ende die gesamte Ostarmee aufgerieben +sein wird. + + +\end{document}