From 521b0c0813ab9e357b75c527b68d6934d743e520 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Jim Martens Date: Sat, 16 Apr 2016 14:38:07 +0200 Subject: [PATCH] =?UTF-8?q?[Geschichte]=20Erste=20H=C3=A4lfte=20des=20Sitz?= =?UTF-8?q?ungsprotokolls=20vom=20April=20getexed?= MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit TODO: * zweite Hälfte in TeX überführen * massiv kürzen, um nur 3 Seiten zu füllen Signed-off-by: Jim Martens --- geschichte/sitzungsprotokoll-20160412.tex | 297 ++++++++++++++++++++++ 1 file changed, 297 insertions(+) create mode 100644 geschichte/sitzungsprotokoll-20160412.tex diff --git a/geschichte/sitzungsprotokoll-20160412.tex b/geschichte/sitzungsprotokoll-20160412.tex new file mode 100644 index 0000000..67c97f5 --- /dev/null +++ b/geschichte/sitzungsprotokoll-20160412.tex @@ -0,0 +1,297 @@ +\documentclass[10pt,a4paper,oneside,ngerman,numbers=noenddot]{scrartcl} +\usepackage[T1]{fontenc} +\usepackage[utf8]{inputenc} +\usepackage[ngerman]{babel} +\usepackage{amsmath} +\usepackage{amsfonts} +\usepackage{amssymb} +\usepackage{bytefield} +\usepackage{paralist} +\usepackage{gauss} +\usepackage{pgfplots} +\usepackage{textcomp} +\usepackage[locale=DE,exponent-product=\cdot,detect-all]{siunitx} +\usepackage{tikz} +\usepackage{algpseudocode} +\usepackage{algorithm} +\usepackage{mathtools} +\usepackage{hyperref} +%\usepackage{algorithmic} +%\usepackage{minted} +\usetikzlibrary{automata,matrix,fadings,calc,positioning,decorations.pathreplacing,arrows,decorations.markings} +\usepackage{polynom} +\polyset{style=C, div=:,vars=x} +\pgfplotsset{compat=1.8} +\pagenumbering{arabic} +%\def\thesection{\arabic{section})} +%\def\thesubsection{(\alph{subsection})} +%\def\thesubsubsection{(\roman{subsubsection})} +\makeatletter +\renewcommand*\env@matrix[1][*\c@MaxMatrixCols c]{% + \hskip -\arraycolsep + \let\@ifnextchar\new@ifnextchar + \array{#1}} +\makeatother +\parskip 12pt plus 1pt minus 1pt +\parindent 0pt + +\DeclarePairedDelimiter\abs{\lvert}{\rvert}% +\DeclarePairedDelimiter{\ceil}{\lceil}{\rceil} + +\newenvironment{myitemize}{\begin{itemize}\itemsep -2pt}{\end{itemize}} % Zeilenabstand in Aufzählungen geringer + +%switch starred and non-starred (auto-size) +\makeatletter +\let\oldabs\abs +\def\abs{\@ifstar{\oldabs}{\oldabs*}} +\makeatother + +\hypersetup{ + colorlinks, + citecolor=black, + filecolor=black, + linkcolor=black, + urlcolor=black +} + +\begin{document} +\author{Jim Martens (6420323)} +\title{Die Mittelalterliche Geschichte der Hanse} +\subtitle{Vorlesungsprotokoll vom 12. April 2016} +\date{12. April 2016} +\maketitle + +\section*{Überblick über Geschichte Lübecks} + +\begin{myitemize} + \item Lübeck war zentral für die Hanse + \item spätestens im 14. Jhd. war Lübeck Hauptort der Hanse + \item Rolle u.a. durch geografische Position begründet + \item während einer Verfassungskrise in Lübeck ging die Führung an Hamburg + \item nachdem in Hamburg kurz darauf auch eine Krise ausbrach, ging Führung an Lüneburg + \item dies war auch keine dauerhafte Lösung, nach Ende der Krise in Lübeck ging Führung zurück an Lübeck + \item auf einem Hansetag wurde das Zusammenspiel zwischen Städten geregelt und Lübeck übernahm Geschäftsführung + \item Lübeck teilte diese Verantwortung mit englischen Städten + \item viele Hansetage fanden in Lübeck statt + \item Lübeck war Nachfolge für Schleswig und slawische Städte (u.a. für Alt-Lübeck) + \item von 1203 bis 1225 herrschten die Dänen über Lübeck +\end{myitemize} + +\section*{Alt-Lübeck} + +\subsection*{Überblick} +\begin{myitemize} + \item 1819 wurde Überreste einer slawischen Burg gefunden + \item befand sich näher am Meer, als das heutige Lübeck + \item unklar, welcher slawische Herrscher die Burg baute + \item unklar, warum die Burg erbaut wurde + \item es kann nicht von dauerhafter Nutzung der Burg ausgegangen werden + \item im späten 8. Jhd. und im 9. Jhd. war die Burganlage teilweise unbenutzt + \item im 11. Jhd. wurde die Burg erneuert und auch mit einem Kloster ausgestattet +\end{myitemize} + +\subsection*{Herrschergeschichte} + +\begin{myitemize} + \item Gottschalk war der herrschende Fürst + \item wurde in einem Kloster christlich erzogen + \item nach Ermordung seines Vaters wandte er sich gegen Christen + \item wollte Rache für Ermordung seines Vaters + \item wurde nach England verbannt + \item heiratete später eine Dänin + \item kehrte nach einigen Jahren zurück in die Heimat + \item konnte Herrschaft festigen + \item 1066 gab es einen Aufstand gegen die Christianisierung durch Gottschalk + \item sein Sohn Heinrich floh während des Aufstandes nach Dänemark + \item Gottschalk wurde im weiteren Verlauf der Rebellion gegen ihn getötet + \item nach einigen Jahren konnte Heinrich zurückkehren und einige der väterlichen Ländereien bekommen + \item er überlistete seine Gegner + \item Heinrich residierte in Alt-Lübeck und nahm einige Burgen des früheren slawischen Fürsten ein + \item Alt-Lübeck wurde ausgebaut + \item Kaufleute aus dem HRE und aus Skandinavien wurden angezogen + \item Heinrich ging Bündnis mit Sachsen ein und kämpfte gegen Slawen + \item er dehnte sein Gebiet bis an untere Oder und Havel aus + \item zusammen mit christlicher Hilfe konnte er Belagerung von Alt-Lübeck zerschlagen + \item nach dem Tode Heinrichs stritten dessen Sööhne um die Macht + \item nach einiger Zeit starben beide Söhne und damit starb die Familie aus + \item Versuch einer Neubesetzung der Herrschaft scheiterte mit dem Tod des dänischen Königs 1131 + \item im weiteren Verlauf wurde Alt-Lübeck zerstört und nicht wieder besiedelt +\end{myitemize} + +\section*{Gründung Lübecks} + +\subsection*{Erster Anlauf} +\begin{myitemize} + \item Sachsen fiel an die Welfen + \item es wird für Siedler geworben, die nach Sachsen ziehen sollen + \item Adolph war zuständig für Werbung + \item er suchte nach einem Siedlungsplatz für eine neue Stadt + \item einige Siedler siedelten bei slawischen Burgen (Lüneburg, Oldenburg) + \item an etwas südlicherer Stelle im Verhältnis zum früheren Alt-Lübeck wurde die neue Stadt Lübeck gegründet + \item wahrscheinlich wurde die Siedlung von Beginn an mit Rechten ausgestattet, ist aber nichts überliefert + \item Siedlung wuchs schnell + \item das Wachstum führte zum Streit zwischen dem Herzog und Adolph + \item 1127 wurde die Stadt zerstört +\end{myitemize} + +\subsection*{Zweiter Anlauf} +\begin{myitemize} + \item etwas weiter nördlich wurde neue Stadt durch den Herzog gegründet + \item diese war aber schlecht platziert + \item Adolph und Heinrich (Herzog) einigten sich + \item Kaufleute gingen zurück nach Lübeck und bauten Stadt wieder auf + \item Heinrich baut Lübeck als Handelsstadt aus und stattete sich mit Rechten aus + \item es wurden diplomatische Beziehungen u.a. mit Russland aufgenommen + \item 1161 Vertrag u.a. mit Russland, um freien Handel zu ermöglichen + \item die Übernahme der Stadtherrschaft durch Heinrich war nicht der Startschuss des Handels + \item entsprechende Beziehungen gab es bereits vorher +\end{myitemize} + +\section*{Wachstum Lübecks} + +Das Wachstum Lübecks gründet sich auf drei Aspekte: + +\begin{myitemize} + \item Erstens: Feste Siedlung mit Fernhandelskaufleuten, anders als z.B. Schleswig + \item dadurch höhere Rechtssicherheit + \item Zweitens: Weg zur Ostsee verkürzte sich über Lübeck + \item Drittens: Lübeck lag an Handelsstraße, die Bardowick, slawische Dörfer und dänische Gebiete verband + \item dadurch konnte das Salz besser abgesetzt werden +\end{myitemize} + +\section*{Wechselnde Machtverhältnisse} + +\subsection*{Freiheit der Stadt unter Kontrolle des Kaisers} + +\begin{myitemize} + \item Kaiser sah sich bei Feldzügen in Italien zu wenig von Heinrich unterstützt + \item hinzu kam Klage des Herrschers von Köln gegen Heinrich + \item Heinrich erschien nicht bei Gericht und wurde geächtet + \item 1180 verlor er all seine Lehen + \item Herzogtum Sachsen wurde aufgeteilt zwischen kölnischem Herrscher und neuem Herzog Sachsens + \item Heinrich hat Kontrolle aber nicht komplett abgegeben + \item Kaiser begann Reichskrieg gegen Heinrich + \item daraufhin baute Heinrich etliche Städte mit Mauern aus + \item 1160 übersiedelte der Bischof in Lübeck auf südliche Seite der Halbinsel Lübecks + \item 1172/75 Ausbau der Stadt Lübeck + \item Notwendigkeit der Befestigung wurde durch Belagerung der Stadt durch Kaiser offenbar + \item 1181 verlangte der Kaiser die Übergabe der Stadt + \item Bürger übergaben die Stadt nicht direkt, sondern verhandelten + \item zunächst wurden sie von Heinrich von der Pflicht befreit die Stadt weiter zu verteidigen + \item anschließend baten sie den Kaiser um Bestätigung der Freiheit der Stadt + \item Kaiser bestätigte die Rechte und betrat anschließend die Stadt + \item 1188 ließ Friedrich Barbarossa angeblich neue Privilegien folgen (Fälschung) +\end{myitemize} + +\subsection*{Übergabe an holsteinischen Herzog} +\begin{myitemize} + \item Stadt wurde durch mehrere Herrscher umklammert + \item Lübecker wandten sich an die Dänen, die durch den Heringsmarkt reich waren + \item 1191 gab es Überlegungen sich unter dänische Herrschaft zu stellen + \item zu der Zeit wurde Stadt durch holsteinischen Herzog belagert + \item Hälfte der Bürger wollte Stadt übergeben, andere Hälfte nicht + \item schließlich wurde Stadt durch den Kaiser an den holsteinischen Herzog übergeben + \item Siedlungsgebiet wurde ausgedehnt + \item Lübecker schufen sich immer neue eigene Strukturen +\end{myitemize} + +\subsection*{Dänische Herrschaft} + +\begin{myitemize} + \item nach einem Krieg fiel Lübeck an die Dänen + \item Waldemar ging 1203 nach Lübeck und wurde begeistert empfangen + \item dänisches Reich war weit ausgedehnt + \item Waldemar bestätigte die Rechte der Stadt + \item zwischen 1203 und 1209 folgte die Privilegierung der Lübecker + \item 1216 ist Holstenbrücke erstmals erwähnt + \item 1217 wurden Mauern erneuert + \item 1220 wurde Lübeck vom Strandrecht befreit und Waldemar sperrte den Hafen +\end{myitemize} + +\subsection*{Aufstieg zur Reichsstadt} +\begin{myitemize} + \item 1226 wechselten die Lübecker während einem Krieg die Seiten und bekamen Reichsfreiheitsbrief + \item Lübeck wurde zur Reichsstadt + \item dem Privileg folgte der weitere Aufstieg der Stadt +\end{myitemize} + +\section*{Anfänge des Gotlandhandels und des Kontors in Novgorod} + +- Anfänge des Gotlandhandels und des Kontors in Novgorod +- Lübeck war Anfang von weiteren Stadtgründungen im Ostseeraum, die dann auch Lübecker Recht verwendeten +- niederdeutsche Kaufleute kamen früh über Lübeck nach Gotland +- es bildeten sich genossenschaftliche Strukturen + +# 60-69 min +- deutsche Händler durften Niederlassung der gotländischen Kaufleute nutzen, bevor sie ihre eigenen Niederlassungen hatten +- Novgoroder Kontor war nur zeitweilig besetzt +- Anfänge des Gotlandhandels sind auf Heinrich dem Löwen zurückzuführen +- Ansprechpartner waren nicht nur Dänemark, sondern auch Gotland +- wann die Handelsbeziehungen mit Gotland begannen, ist nicht ganz klar +- 1161 Artlenburger Vertrag +- Handelsbeziehungen mit Gotland bestanden bereits vor Gründung von Lübeck +- Vertrag verweist auf Konflikte zwischen deutschen und gotländischen Kaufleuten +- unklar, ob es um Konflikte auf Gotland geht +- umfassender Rechtsschutz für Gotländer, wenn deutsche Kaufleute die gleichen Rechte dort bekommen +- Überlegung, dass dies als Vorbereitung für Handel mit Gotland gemacht wurde +- 1170/90 wurde Kirche in Gotland vermutlich begonnen +- 1225 gab es Weihbrief der Kirche, Kaufleute waren zu dem Zeitpunkt schon da +- Zusammenhang zwischen Gotland und Novgorodfahrt +- Wahrung der Rechte der dt. Kaufleute wird deren Gesandtem übergeben +- dies beruht wieder auf Gegenseitigkeit + +# 70-79 min +- deutsche Kaufleute, die nach Gotland gingen, waren wohl schon genossenschaftlich organisiert +- man findet im Nord- und Ostseeraum Hinweise auf gotländische Kaufleute +- in Urkunde der Herrscherin von Flandern finden sich entsprechende Hinweise +- Kaufleute aus Gotland jedweder Nationalität waren nach außen mit einem Siegel vertreten +- 1280 ein Siegel zeigt Gemeinschaft der in Gotland bleibenden dt. Kaufleute +- man kann den Artlenburger Vertrag als Gründungsdokument der Gemeinschaft der Kaufleute ansehen +- 1252 gab es angeblich Vertrag zwischen Schweden und Lübeck, der die Privilegierung der Kaufleute + in Visby(Gotland) bestätigt +- baltischer Raum gewann im späten 12. Jhd. zunehmend an Bedeutung +- Lübeck und Gotland stellten wichtige Ausgangspunkte fast jährlicher Kreuzzüge in Region Livland, Lettland, Estland +- 1201 entstand mit Riga wichtiges städtisches Zentrum +- 1211 war Riga gesichert +- dt. Kaufleute bekamen Rechte und Privilegien und wurden vom Gottesurteil befreit + +# 80-89 min +- ohne Zustimmung des Bischofs sollten die Kaufleute in Riga keine Gilde bauen +- Stadt sollte eigenes Recht bekommen +- Stadtmauern von Riga sind bis heute erhalten +- Gilde in Gotland war Mittel alle Kaufleute zusammenzufassen +- schwierig, ob man dies als Start der Hanse betrachten kann +- 1188 gab es Verhandlungen mit Russland +- man kann von einem gemeinsamen Agieren der Kaufleute in Gotland ausgehen +- auch nach Ende der dänischen Vorherrschaft im Ostseeraum bestand der Gemeinschaft weiter +- ein Vertrag berechtigt Kaufleute zur Errichtung eines Kontors in Smolensk +- dieser Vertrag beinhaltet wieder Siegel der Kaufleute, welches auf genossenschaftliche Struktur + hinweist +- gotländische Händler bereits Ende des 12. Jhd. in Bergen +- in englischer Kämmerei finden sich nach 1226 immer wieder Verweise auf gotländische Kaufleute +- dänische Krone hat genossenschaftliche Gruppe mehrfach privilegiert +- 1226 verfügt Kaiser durch Reichsfreiheitsurkunde die Gleichheit der Lübecker Kaufleute mit anderen + Handelspartner +- englischer König nahm Händler von Gotland unter seinen Schutz +- engl. König hat Urkunden sowohl für Händler aus Gotland als auch für Händler aus HRE ausgestellt + +- Anfänge des Novgoroder Kontor angelehnt an Geschichte des Handels mit Gotland +- Luxuswaren für russische Oberschicht wurden exportiert +- Großgrundbesitzer hatten mehr Macht als Fürsten oder Versammlung in Novgorod +- Novgorod war wichtigste Stadt für Hansisch-Russischen Handel +- als dt. Kaufleute nach Novgorod kamen, waren skandinavische Händler bereits anwesend +- 1165 gibt es Privileg für Bürger Kölns, die wegen Handel in Novgorod sind +- aus 1191 stammt der älteste erhaltenste Vertrag mit russischem Landesherrn +- Vertrag bezieht sich auf frühere Abmachungen + +# 90-99 min +- gegenseitige Privilegien und Strafen zwischen novgorodischen und gotländischen/deutschen Kaufleuten +- gleiche Strafen für gleiche Vergehen +- Unterscheidung zwischen Sommer- und Winterfahrer nach Novgorod +- 1231 heißt es, die deutschen Kaufleute hätten Stadt mittels Lieferung vor Hungersnot gerettet +- ältere Statuten regeln Saisonalität des Handels +- genossenschaftliche Strukturen erkennbar +- 4 Schlüssel für Truhe + - Gotländer, Sooster, Lübecker und Dortmunder hatten Zugriff auf Truhe + +\end{document} \ No newline at end of file